Mike Müller am Eröffnungsabend der Schweizer Künstlerbörse 2023!

Wir freuen uns sehr, dass Mike Müller am Eröffnungsabend der Schweizer Künstlerbörse 2023 seine Komödie «Erbsache – Heinzer gegen Heinzer und Heinzer» aufführen wird. Der Eröffnungsabend findet am 19. April 2023 im KKThun statt.

Im Oktober erhielt der Autor und Schauspieler in Carouge einen Schweizer Preis Darstellende Künste. Die Laudatio von Jurymitglied Nicolette Kretz (auawirleben):

«Mike Müller ist eine Ausnahmeerscheinung. Er ist einmalig – aber er ist ganz viele. Er kann Kleinkunstbühnen, Fernsehshows, Serien, Comedy, Film, Zirkus und Theaterbühne; er spricht wahrscheinlich so ziemlich jeden Deutschschweizer Dialekt; und in seinen Soloprogrammen spielt er locker mal ein Dutzend Figuren selbst. Das klingt nach Bulldozer, ist aber ganz weit davon entfernt. Kaum einer schafft mit so viel Präzision und Liebe Figuren und mit einer solchen Feinheit Komik jenseits der Klischees wie er. Und kaum einer erklärt uns die Welt so treffend wie seine Paraderolle Burri Hanspeter. All dies macht Mike Müller zum zeitgenössischen Volksschauspieler par excellence, der die Schweizer Bühnen- und Medienlandschaft auf einzigartige Weise bereichert.»

Die Schweizer Künstlerbörse ist Promotionspartnerin der vom BAK verliehenen Preise und wird neben Mike Müller noch weiteren Preisträger*innen über die Veranstaltungstage hinweg eine Plattform bieten.

«Erbsache – Heinzer gegen Heinzer und Heinzer»
eine amtliche Komödie von und mit Mike Müller

Regie: Rafael Sanchez

Eine strenge Richterin, zwei mittelmässige Anwälte und drei verkrachte Geschwister sollen die Erbmasse eines Verstorbenen teilen. Da werden nicht nur unterschiedliche Interpretationen des Testaments verhandelt, Sinn und Unsinn des Erbens erörtert und Familienfehden ausgetragen, sondern auch Zeugen gehört: freundliche Polizisten, eine sehr freundliche Pflegerin und ein durstiger Arzt. Die beteiligten Juristinnen und Juristen führen die Verhandlung mit viel Umsicht und professioneller Distanz, bis auch sie ihre Grenzen erreichen und die Geschwister in einen Affektrausch geraten, der in einem Zivilprozess überhaupt nichts zu suchen hat, was nicht zuletzt auch für den Verstorbenen gilt.

 

(Foto: BAK / Charlotte Krieger)

Mike Müller
Mike Müller, geboren 1963 in Grenchen, studierte nach der Matura an der Universität Zürich Philosophie. 1983 gründete er mit Freunden die «Jugendtheatergruppe Olten», die sich später «Theatergruppe Olten» nannte. In diesem Umfeld entstanden zahlreiche Produktionen sowie das «theaterstudio olten», ein Kleintheater, das die Theatergruppe Olten betreibt. Nach dem Studium besuchte er Schauspiel-Workshops in Berlin, Wien und Zürich. In den 1990er Jahren begann Mike Müller in der freien Szene in Zürich Theater zu spielen: bei der «OffOff-Bühne», «Mass&Fieber» und in anderen Formationen, meistens im Theaterhaus Gessnerallee. Parallel dazu engagiert er sich seit dessen Gründung beim Casinotheater Winterthur und ist Gast an anderen grossen Häusern wie dem Schauspielhaus Zürich oder dem Theater Basel. Zweimal (2005 und 2013) erhielt er den Prix Walo in der Sparte «Bester Schauspieler». 2022 wurde er mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon ausgezeichnet.

Populär wurde Mike Müller durch die Late-Night-Sendung Giacobbo/Müller auf SRF1 (2008 bis 2016). 2019 gastierten die beiden als Gastkomiker im Jubiläumsprogramm des Zirkus Knie. In der SRF-Serie «Der Bestatter» überzeugte Mike Müller in der Hauptrolle des Luc Conrad, für die er 2017 den «Prix Swissperform» im Rahmen der Solothurner Filmtage erhielt. Als Komiker und wandlungsfähiger Schauspieler zeigt er eigene, nicht nur lustige Solostücke wie zuletzt «Erbsache – Heinzer gegen Heinzer und Heinzer» (2021), mit denen er kleine und grosse Theaterräume bespielt. Auch für seine vorherigen Soloprogramme wie «Heute Gemeindeversammlung» (2017) arbeitet Mike Müller mit dem Regisseur Rafael Sanchez zusammen. Im Trio mit seinem Bruder Tobi Müller entstand im Schauspielhaus Zürich «A1 – Ein Stück Schweizer Strasse» (2015), zu dem SRF 2016 einen 52-minütigen Dokumentarfilm drehte. Auch in einigen Schweizer Filmen wie «Mein Name ist Eugen» (2005) oder «Moskau einfach» (2020) ist Mike Müller zu sehen.