Weder Fisch noch Vogel

Eine Podiumsdiskussion zur Förderung von Kleinkunstproduktionen

Ist es Theater? Oder Musik? Oder beides? Ist es Performance, Tanz oder Literatur? Kleinkunstgenres wie (Musik-)Kabarett, Clownerie, Comedy, Artistik oder Poetry Slam lassen sich nicht eindeutig etikettieren. Durch ihre Formenvielfalt und interdisziplinären Arbeitsweisen überschreiten sie die Grenzen der «klassischen» Kunstbereiche und bedeuten deshalb eine Herausforderung für die Kulturförderung. Dazu kommt die Unsicherheit im Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen Niederschwelligkeit und künstlerischem Risiko, beziehungsweise dem kommerziellen Potenzial dieser Genres aufgrund ihrer Publikumswirksamkeit und intensiven Tourneetätigkeit. Öffentliche und private Förderinstitutionen gehen denn ganz unterschiedlich mit der Förderung und Gesuchsbeurteilung von Kleinkunstproduktionen um. Eine Rolle spielt dabei auch die unterschiedliche Bedeutung, die diesen «kleinen Formen» dies- und jenseits des Röstigrabens innerhalb der darstellenden Künste beigemessen wird.

Der Kulturfonds der Société Suisse des Auteurs SSA vergibt in Zusammenarbeit mit der KTV ATP an der Schweizer Künstlerbörse erstmals vier Stipendien für die Stückentwicklung von Kleinkunstautor/innen. Aus diesem Anlass diskutieren Künstler/innen und Kulturförderer/innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Situation der Kleinkunstförderung in der Schweiz.

Teilnehmer/innen:
Michael Kinzer, Chef du service de la culture de la ville de Lausanne
Marjolaine Minot, Artiste
Myriam Prongué, Directrice de la division Théâtre, Pro Helvetia
Anna-Katharina Rickert, Künstlerin, Kabarett-Duo schön&gut
Yves Robert, Président de la Commission Scène de la SSA
Béatrice Schmidt, Projektleiterin Kleinkunst, Migros-Genossenschafts-Bund

Moderation: Cyril Tissot, Délégué aux affaires culturelles de la ville de La Chaux-de-Fonds

Die Podiumsdiskussion wird simultan Deutsch-Französisch und Französisch-Deutsch übersetzt.

Lachensaal Ost
Samstag, 16.15 – 17.30 Uhr